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Der Bahnhof Zürich-Oerlikon konnte nach siebenjähriger Umbauzeit am 1. Dezember feierlich eröffnet werden. In das Umbau-Projekt welches praktisch einem Neubau entspricht, wurden insgesamt 685 Mio. Franken investiert

Nach einer siebenjährigen Umbauzeit mit einer Gesamt-Investition von rund 685 Mio. Franken erstrahlt der Bahnhof Oerlikon in neuem Glanz. Rund 110 000 Personen frequentieren den Bahnhof täglich und 84 000 Personen steigen täglich ein und aus. Das ist zum Beispiel mehr als im Bahnhof St.Gallen.

Der Bahnhof wurde nicht einfach nur erweitert sondern praktisch neu gebaut. Die ganzen Umbauarbeiten wurden bei laufendem Betrieb umgesetzt, mit einem Volumen von rund 800 Zügen pro Tag. Der Bahnhof Oerlikon ist ein wichtiger Bestand der neuen Durchmesserlinie (DML) welche Ende 2015 in Betrieb gegangen ist. Der neue Weinbergtunnel führt vom unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse unter dem HB Zürich direkt zum Bahnhof Oerlikon. Es verkehren heute 11 S-Bahn-Linien auf dieser Strecke was eine Verdoppelung bedeutet. Infolge der Kapazitätserweiterung um die 2 zusätzlichen Gleise 7 und 8 musste gar das alte Direktionsgebäude der ehemaligen Maschinenfabrik Oerlikon um 60 Meter verschoben werden.

Am augenfälligsten für die Passagiere sind die neuen Unterführungen. Wie auch die Perrons, wurden die Unterführungen massiv verbreitert. Der Hauptdurchgang Mitte wurde zudem zur Ladenpassage ausgebaut. Nebst verschiedensten Verpflegungsmöglichkeiten gibt es ein breites Angebot von Läden und das neue SBB-Dienstleistungszentrum präsentiert sich im Untergrund wesentlich grosszügiger als bisher.

Nebst der SBB hat aber auch die Stadt Zürich rund 150 Mio. Franken in eigene Projekte für die Aufwertung des Quartiers investiert. So verläuft eine weitere Unterführung parallel zur PU Mitte, welche die Ortsteile Oerlikon und Neu-Oerlikon für Fussgänger und Velos verbindet. Für 400 Velos wurde ein Parking mit direktem Zugang erstellt und in der Unterführung Ost stehen nochmals so viele Plätze zur Verfügung.

Die MORF AG durfte im Auftrage der SBB bei diesem nicht alltäglichen Projekt verschiedenste taktile Markierungen für Sehbehinderte ausführen. Nebst den Sicherheitslinien auf den Perrons kamen auch weitläufige Leitsysteme mit den entsprechenden Aufmerksamkeitsfeldern zur Ausführung. Es freut uns, dass wir mit unserer flexiblen Organisation zum guten Gelingen dieses speziellen Werkes beitragen konnten, und danken der Bauherrschaft für den erteilten Auftrag.




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